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Gesundheitsdaten

Bedarfsplanung berücksichtigt Morbidität

Mit Reform der Bedarfsplanung trat zum 30.06.2019 der neue Morbiditätsfaktor in Kraft. Der Morbiditätsfaktor sorgt dafür, dass eine veränderte Morbidität der Bevölkerung im Zeitverlauf und im regionalen Vergleich zu einer Anpassung der örtlichen Verhältniszahlen und damit des Versorgungsniveaus führt. Bei der regelmäßigen Festlegung der Verhältniszahlen wird zunächst die bundesweite demografische Entwicklung im Zeitverlauf berücksichtigt. Dann erfolgt eine regionale Gewichtung der benötigten Kapazitäten anhand der regionalen Alters- und Geschlechtsstruktur und Morbiditätslast. Die Intensität der Anpassungen der erforderlichen ärztlichen Kapazitäten ergibt sich aus der tatsächlichen Inanspruchnahme der jeweiligen Arztgruppen nach Alters- und Geschlechtsstruktur und Morbiditätslast. Der regionale Arztbedarf leitet sich nunmehr von der regional gemessenen Morbidität ab: In Regionen mit einer überdurchschnittlich alten und morbiden Bevölkerung wird hierdurch i.d.R. ein höheres Versorgungsniveau (mehr Ärzte) sichergestellt (Wert größer 0), überdurchschnittlich junge und gesunde Regionen bekommen i.d.R. weniger Ärzte (Wert kleiner 0). Die Aktualisierung der Faktoren erfolgt alle zwei Jahre.

Dargestellt wird die prozentuale Abweichung von der bundesweit einheitlichen Allgemeinen Verhältniszahl (Soll-Arztniveau) aufgrund der regionalen Morbiditätsstruktur.

Quelle: KBV-eigene Berechnung auf Grundlage von Anlage 4.7 Bedarfsplanungsrichtlinie