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Gesundheitsdaten

Planungsregionen und Verhältniszahlen

Arzt-Einwohner-Verhältnisse

Für die einzelnen Arztgruppen gelten in der Bedarfsplanung unterschiedlich große Planungsbereiche. Hausärzte werden dabei kleinräumiger, spezialisierte Fachärzte großflächiger beplant. Zentrales Steuerungsinstrument der Bedarfsplanung sind die Allgemeinen Verhältniszahlen, die definieren ab wann ein Planungsbereich gesperrt wird (Überschreiten der Allgemeinen Verhältniszahl um 10 Prozent). Seit dem Versorgungsstärkungsgesetz (2015) definieren die Verhältniszahlen auch, ab wann Arztsitze abgebaut werden sollen (Überschreiten der Allgemeinen Verhältniszahl um 40 Prozent).

Die Verhältniszahl wird in der wohnortnahen allgemeinen fachärztlichen Versorgung auch genutzt, um bestehende Mitversorgungseffekte abzubilden. Hier wird der unterschiedliche Grad der Mitversorgung anhand fünf unterschiedlicher Verhältniszahlen je nach Regionstyp berücksichtigt. In den anderen Versorgungsebenen (hausärztliche, spezialisierte und gesonderte fachärztliche Versorgung) sind die Planungsräume so gewählt, dass die Mitversorgung innerhalb des Planungsbereiches abgebildet wird. Eine differenzierte Verhältniszahl ist dann nicht erforderlich.