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Gesundheitsdaten

Drohende Unterversorgung vor allem bei Hausärzten

Die Landesausschüsse können für bestimmte Planungsbereiche feststellen, dass eine ärztliche Unterversorgung eingetreten ist oder in absehbarer Zeit droht. Auch kann der Landesausschuss innerhalb eines Planungsbereiches zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf feststellen. Trifft der Landesausschuss einen der drei Beschlüsse, so können besondere Fördermaßnahmen für diese Regionen vereinbart werden.

Deutschlandweit wurde im Jahr 2017 in 10 Planungsbereichen eine Unterversorgung (mit Kinder- und Jugendpsychiatern, Hautärzten, Hausärzten und Augenärzten) und in 91 Planungsbereichen eine drohende Unterversorgung (überwiegend mit Hausärzten) festgestellt. Zusätzlicher lokaler Versorgungsbedarf wurde fast ausschließlich in Regionen ostdeutscher Kassenärztlicher Vereinigungen und vor allem bei Haus-, und Augenärzten konstatiert. Im Zusammenhang mit der Diskussion um Praxisaufkauf bei Nachbesetzung stellt der Landesausschuss zudem eine Überschreitung des allgemeinen bedarfsgerechten Versorgungsgrads um 40 Prozent fest (§103 Abs. 1 SGB V). Im 4. Quartal 2017 waren über alle Arztgruppen hinweg in 1.608 Fällen Planungsbereiche von solch einer Überschreitung betroffen gewesen.

Quelle: BPL-Umfrage der KVen, 31.12.2017, KBV