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Gesundheitsdaten

Maßnahmen zur Ausgabenregulierung wirken

Die Aufwendungen für Arzneimittel sind der drittgrößte Ausgabenposten in der gesetzlichen Krankenversicherung. Von der deutschen Wiedervereinigung an bis zum Jahr 2009 verdoppelte sich hierfür die finanzielle Belastung der Krankenkassen nahezu. Das Preismoratorium für patentgeschützte Arzneimittel, veränderte Rabattbestimmungen und das Festbetragssystem haben zwar bewirkt, dass die Arzneimittelausgaben zwischenzeitlich auf ähnlichem Niveau geblieben sind. Allerdings ist mittlerweile wieder ein deutlicher Ausgabenanstieg zu beobachten. Dies ist maßgeblich auf die Absenkung des gesetzlichen Herstellerabschlages von 16 auf 7 Prozent im Jahr 2014 zurückzuführen.

Mit der im Jahr 2011 eingeführten frühen Nutzenbewertung und den sich daran anschließenden Verhandlungen über den Erstattungsbetrag für neue Arzneimittel will der Gesetzgeber den Ausgabenanstieg nachhaltig dämpfen.

Quelle: KJ 1-Statistik (Endgültige Rechnungsergebnisse GKV), BMG; KBV-Berechnungen je Mitglied/Versicherten mit KM 6-Statistik (Mitgliederstatistik GKV), BMG